Auftaktsieg in Neuhaus-Schierschnitz

Am 30. März stand für den Taufkirchener Robert Scharl der erste Lauf zur „Hard Enduro Serie Germany“ in Neuhaus-Schierschnitz auf dem Programm. Und er läutete die Saison gleich mit einem Paukenschlag ein.

Bei bestem Wetter fanden die 120 Starter eine perfekt präparierte Strecke vor, die zum Vorjahr mit noch schwierigeren Hindernissen versehen wurde und den Teilnehmern so einiges abverlangte. Ein illustres Fahrerfeld mit Spitzenpiloten aus mehreren Nationen, darunter Blake Gutzeit aus Südafrika, oder Thierry und Wesley Pittens aus den Niederlanden, zogen über 1.500 Zuschauer in den legendären Enduropark „Biene“. 

Die erste Entscheidung sollte im Prolog fallen. Als erster Starter legte Robert Scharl gleich die Bestzeit hin, welche auch von den nachfolgenden Toppiloten nicht mehr unterboten werden konnte. Scharfrichter war eine steinige Auffahrt, die so einigen Fahrern Probleme bereitete. 

Das erste Highlight des Tages folgte direkt im ersten Gruppenrennen. Durch ihre Prologplatzierungen trafen die beiden X-Grip Piloten Gutzeit und Scharl direkt aufeinander. Nach einer anfänglichen Führung von Robert Scharl setzte sich in Runde 3 Blake Gutzeit an die Spitze. Diese hielt er und baute den Vorsprung aus bis zur Runde 10. Zirca 10 Minuten vor Schluss fehlte der Südafrikaner dann plötzlich durch einen Defekt. Nach einer Reparatur konnte er die Fahrt aber fortsetzen die ihn wieder auf Platz 3 nach vorn brachte. Scharl setzte somit bereits ein erstes Ausrufezeichen, was wegweisend für den weiteren Tagesverlauf war. Die weiteren Gruppenrennen wurden von den Mitfavoriten Leon Hentschel, Tim Apolle und den Pittens-Brüdern bestimmt. 

Das Finale wurde über 10 Runden ausgetragen und hatte so manch neue Gemeinheit integriert. Die Fans wussten allerdings genau wo sich die größte Action abspielt und platzierten sich an einer Wasserdurchfahrt mit anschließender kurzen Auffahrt. Mehrfach wechselte die Führung zwischen Scharl und Gutzeit. Auch Leon Hentschel und Tim Apolle mischten munter mit. In der vorletzten Runde baute Gutzeit die Führung leicht aus, scheiterte aber an der besagten Auffahrt nach dem Wasserbecken. Damit war Scharl wieder herangefahren und die Entscheidung sollte in der letzten Runde fallen, genauer: auf den letzten Metern. Gutzeit scheiterte im ersten Anlauf, Scharl erwischte die beste Spur wodurch er 200 Meter vor der ersten Zielflagge des Jahres seinen Sieg sicherte. Der erste für Scharl überhaupt in der Serie: „Ich habe im Winter mehr trainiert als sonst. Ich glaube es hat sich hier das erste Mal ausgezahlt. Im Wasserbecken habe ich meist eine Gute Spur erwischt was mir zum Sieg geholfen hat.“ Gutzeit kämpfte unterdessen vergebens und musste sich auch noch Hentschel und Apolle geschlagen geben.