10. Platz am Hockenheimring

Es hätte ein richtig guter Samstag werden können – hätte! Aber wie das Leben nun mal so spielt, kommt alles anderes als man denkt.

Da war das Team in Hockenheim angekommen. Aufgebaut, sortiert, geordnet und trainiert bis in das kleinste Detail. Man saß zusammen, sprachen über Kommunikation zwischen Fahrern und Mechanikern, um natürlich bestmöglich für den großen Auftritt vorbereitet zu sein. Die Anspannung war groß und Max Böttcher ging als erster ins 90-Minuten-Qualifying. Er hatte zuvor noch keinen Meter mit dem Teambike „Hannelore“ absolviert. Was jedoch kein Hinternis war, da er privat auch auf einer Yamaha R1 unterwegs ist. Nach ein paar Runden Eingewöhnungsphase kam Max auch schnell in einen guten Rhythmus mit Hannelore. Mit einer ersten 1:50,7-Runde kam er wieder in die Box und Danjiel Peric fuhr ein paar schnelle Runden und etablierte eine neue 1:47,5-Marke. Nachdem auch Stefan Hesterberg, als dritter im Bunde, ein paar Runde drehen durfte, wechselten das Team in der Box kurzerhand den Hinterreifen, um nochmal auf der Zeitenliste nach oben zu klettern und so eine gute Startposition zu sichern. Danijel Peric, der sich als völliger Neuling auf der Yamaha bereits 10 Tage zuvor im ersten Test beweisen durfte, zeigte dass er sich schnell an ein Motorrad gewöhnen kann. Er durfte nochmal auf die Strecke und brannte eine 1:46,4 in den Asphalt. Ein genialer Platz 3 hieß eine top Ausgangslage im Grid für den Start.

Teamintern entschied man sich Danijel Peric den Start fahren zu lassen. Und in klassischer Le Mans Manier ging es nun sprichwörtlich um die Wurst. Nach kurzem Lauf über 15 Meter ging es auf das Motorrad, welches jedoch leider nicht beim ersten Mal direkt ansprang. In der ersten Kurve mit ein paar verlorenen Plätzen holte sich Peric bereits 4 Fahrer in der darauffolgenden Runde. Am Start/Ziel vorbei in der 2.Runde verschätzte sich Peric und bog etwas zu früh in die schnelle Rechtskurve ein: Das Vorderrad klappte über dem Curb ein und es kam zum Sturz. Der Abschlepper brachte Motorrad und Fahrer zur technischen Abnahme. Da Peric während des Sturzes unter dem Motorrad geblieben war und es nicht loslassen wollte, hatte Hannelore ausser ein paar kleinen Schrammen nichts abbekommen. Innerhalb kürzester Zeit brachte das Team alles wieder in Ordnung und Max fuhr wieder auf die Strecke. Nach absolviertem Stint fuhr Peric erneut raus, um seinen Fehler zu verarbeiten und weiter im Dienst des Teams zu stehen.

Das Team absolvierte nun stetig seine Runden, musste jedoch wegen kleinerer Mängel immer wieder für Reparaturen in die Box kommen. Dadurch verlor man kostbare Zeit. Nachdem sich zudem die Schweissnähnte der Krümmeranlage gelöst hatten und dieser getauscht werden musste, hieß es für das Team aus Remscheid größtmögliche Schadensbewältigung zu betreiben und wenigstens noch ein paar Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Genauso wurde nun auch agiert und man fuhr noch wichtige 6 Meisterschaftspunkte auf dem 10.Platz ein. Es heisst nun für das Team aufzustehen, die Krone zu richten und mit den gewonnenen Erkenntnisse zum nächsten Rennen am 30.05.2019 auf dem Nürburgring positiv nach vorne zu schauen. Die Saison ist noch jung und alles ist möglich.