Red Bull Hare Scramble 2019

Auch 2019 wurde das Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble mit seiner 25. Auflage dem Ruf des härtesten Extreme Enduro Rennens der Welt wieder gerecht. Der Kampf gegen den eisernen Berg im österreichischen Eisenerz brachte am Sonntag selbst die Weltbesten der Szene an ihre Grenzen: Nur 16 der 500 gestarteten Fahrer erreichten im vorgegeben Zeitfenster von vier Stunden das Ziel.

Dieser Herausforderung stellte sich auch in diesem Jahr der Taufkirchener Robert Scharl und reiste als frisch gebackener Superenduro Europameister bereits einige Tage vor dem Event in die Steiermark, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Dauerregen und niedrige Temperaturen ließen nur wenige Besichtigungstouren zu. Mittlerweile füllte sich auch das Fahrerlager, welches über die vier Veranstaltungstage mehr als 7.000 Personen aus 43 Nationen beherbergte. Mit der Crew des Grazer Team X-Grip stand Scharl nun auch das erste Mal offiziell im Special Rider Paddock und konnte sich voll und ganz auf die Rennvorbereitung konzentrieren. Dies machte sich bereits bei der ersten Hürde, dem Iron Road Prolog bemerkbar: Nur 500 von 1.800 Startern konnten sich bei diesem für das Hauptrennen qualifizieren. Mit einer beherzten Fahrt belegte Robert Scharl den hervorragenden 19. Platz und sicherte sich, zusammen mit seinem Teamkollegen Lars Enöckl (11. Platz), den Einzug in die erste Startreihe für das Hauptrennen, dem Red Bull Hare Scramble.

Mit zwei Fahrern in der ersten Startreihe war das Team X-Grip hoch motiviert und bereitete sich akribisch auf das Hare Scramble vor. Fünf Betreuerteams mit Werkzeug und Ersatzteilen standen an den Schlüsselstellen bereit, um Scharl und Enöckl bei eventuellen Defekten zu versorgen. Bis auf Treibstoff und Getränke wurde in den 4 Stunden Renndauer zum Glück nichts benötigt. Robert Scharl befand sich nach einen gelungenen Start im ersten Drittel des Rennens unter den Top 20, wurde aber im Carl’s Dinner, einem fünf Kilometer langen Steinfeld, auf den 41. Platz zurückgereicht. Sein Teamkollege Lars Enöckl, der den Erzberg bereits dreimal bezwang, konnte hier mit seiner Erfahrung aus dem Trialsport Plätze gut machen und erreichte das Ziel als 11.

Auch wenn Carl’s Dinner ihm wieder den Zahn gezogen hat, war Robert Scharl mit seiner Leistung voll zufrieden. „Ich habe gezeigt, dass ich mit den besten Fahrern der Welt mithalten kann und werde mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln weiter an mir arbeiten, um das Finish am Erzberg doch noch zur erreichen.“ Jetzt will er sich wieder auf die Deutsche Hard Enduro Serie und den Österreichischen Enduro Cup konzentrieren.