Projekt Kolbermoor: Vertrag unterzeichnet

Peter Kloo, 1. Bürgermeister der Stadt Kolbermoor, und Thomas Engmann, Geschäftsführender Gesellschafter der EHG Dienstleistung GmbH, unterzeichneten den städtebaulichen Vertrag für die neue Feuerbestattungsanlage in Kolbermoor.

Damit legten sie am 08. Juli 2019 im Rathaus das formale Fundament für die weiteren Planungsarbeiten zur Aufstellung des Bebauungsplanes zum Neuen Friedhof der Stadt Kolbermoor, der die Errichtung der Feuerbestattung Kolbermoor ermöglichen soll. Bis Ende Juli soll nun der Entwurf des Bebauungsplanes dem Rat vorgelegt werden.

Dieser Vertrag (auch Planungskostenvereinbarung gem. § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 BauGB) regelt die Übernahme der Kosten, die der Stadt im Rahmen der Bauleitplanung für das Projekt „Feuerbestattung Kolbermoor“ entstehen, durch den Investor und Projektinitiator EHG.

Peter Kloo betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung nochmals, wie wichtig es für die Stadt Kolbermoor sei, für ein solches, durchaus kontrovers diskutiertes Projekt wie die Errichtung einer Feuerbestattungsanlage an einem kommunalen Friedhof einen Partner gefunden zu haben, der sowohl langjährige Erfahrungen im Betrieb solcher Anlagen vorweisen könne als auch in Traunstein die bayerische Referenzanlage betreibe. Er sei sicher, mit EHG den richtigen Partner gefunden zu haben, nachdem sich der Stadtrat bereits in der Vergangenheit einige Male mit dem Thema beschäftigt habe

„Wir freuen uns, mit der Stadt Kolbermoor einen starken Partner für den Bau der Feuerbestattungsanlage gefunden zu haben,“ betont Engmann, „gemeinsam werden wir dieses Bauvorhaben engagiert und zügig voranbringen. Dabei unterstützen wir die Vorgaben der Stadt, im Interesse einer umfangreichen Bürgerbeteiligung ein Bauleitplanverfahren durchzuführen, in jeder Hinsicht.“

Die bisher vorliegenden Entwurfsplanungen für das geplante Gebäude der Feuerbestattungsanlage werden nun ebenfalls detaillierter. Bis Mitte Juli konkretisieren die Architekten Hartmut Hinz und Ferdinand Theinert ihre bisherigen Entwürfe, sowohl bezüglich der Raumplanung wie der Gebäude- und Umgebungsgestaltung. Damit bereiten sie den weiteren Entscheidungsprozess für die spätere Werk- und Genehmigungsplanung und den für 2020 vorgesehenen Neubau vor.

Hierzu findet in den nächsten Tagen eine Vorstellung der zweiten Planungsstufe durch die beteiligten Architekten in der Feuerbestattung Traunstein statt. Dabei wird zunächst das Gebäudeäußere detailliert vorgestellt und besprochen. Im Vordergrund stehen dabei Fragen und Vorschläge zu einzusetzenden Materialien und zur Gebäudeansicht. Ziel ist dabei, eine formschöne, aber auch unauffällige Integration des Gebäudes in den Bestand des Neuen Friedhofes und die Friedhofsumgebung zu finden. Erste Ideen wurden in den vergangenen Wochen vorgestellt, nun wird die Planung konkreter.

Gleiches gilt für die Einbettung des Gebäudes in den Friedhof. Dabei ist Vorgabe, die u.a. in der Bürgerversammlung am 25.06.2019 geäußerten Bedenken und Wünsche, die Friedhofsruhe nicht zu stören, mit entsprechender Planung von Materialien, Außenanlagen und pietätvoller Gestaltung zu berücksichtigen. Planungen und Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten erleichtern dabei allen Beteiligten die Umsetzung dieser Vorgaben.

Die das Projekt bisher flankierenden Gespräche mit Bestattungsunternehmen über eine Beteiligung am Projekt analog dem Modell der Feuerbestattung Südostbayern GmbH in Traunstein kommen nun ebenfalls in die konkrete Vorbereitungsphase. Zahlreiche in der Region ansässige Bestatter haben bereits im Vorfeld ihr Interesse an einer unternehmerischen Beteiligung an der geplanten neuen Feuerbestattungsanlage in Kolbermoor geäußert.

Pietät und Wissen um die Bedürfnisse und Wünsche der betroffenen Angehörigen sind ein zentrales Thema bei der Errichtung einer Feuerbestattungsanlage. Nur so ist gewährleistet, dass sich die Angehörigen von Verstorbenen bei Übergaben und Verabschiedungen vor der Einäscherung möglichst geborgen in einer Feuerbestattungsanlage fühlen. In der Trauerphase gewinnt diese in der Vergangenheit nicht mögliche Begleitung der Verstorbenen auf ihrem letzten Weg immer stärker an Bedeutung: bis zu vier Übergaben ans Feuer werden heute in Traunstein täglich durchgeführt. Dass diese Möglichkeit auch in Kolbermoor bestehen soll, ist Bestandteil einer würdevollen Trauerbegleitung und –zeremonie bei den Planungen des Neubaus.

Hier sind vor allem Bestatter mit ihrer besonderen Expertise gefragt. Insofern weist das hohe Interesse ortsansässiger und regionaler Bestattungsunternehmen den Weg für deren beabsichtigte spätere Beteiligung an der Kolbermoorer Feuerbestattungsanlage. Die Gespräche über Beteiligungen werden z.Zt. mit einer Reihe von Bestattern aus Kolbermoor, Rosenheim, Bad Aibling und anderen Gemeinden aus der näheren Umgebung von Kolbermoor geführt. Man erwartet, dass schließlich sechs bis sieben Bestattungsunternehmen aktiv als Gesellschafter an der späteren Feuerbestattung Kolbermoor beteiligt sein werden.

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